Vertragsarbeit Mosambik-DDR

Madgermanes: Trabalhadores Moçambicanos contratados na RDA

Suche
Suche Menü

Kontext / Contexto

Hier findet sich eine Auswahl an Texten und Dokumenten die den historischen Kontext erläutern. Netzwerke und Online-Projekte bieten weitere Informationen.

Texte

Hans-Joachim Döring

Welcher Respekt und welche Anerkennung werden vermisst?

Vermisst wird vor allem eine gesellschaftliche und politische Würdigung der sehr häufig gebrochenen Berufs- und Lebenswege der Vertragsarbeiter durch die Regierung und Gesellschaft in Mosambik und die Übernahme von Verantwortung durch die Bundesregierung für bis heute wirksame Nachteile aus der Vertragsausgestaltung in der DDR. Mehr erfahren

Almuth Berger

Existenz zwischen Solidarität und Teil des „gesellschaftlichen Arbeitsvermögen“

Der Einsatz der jungen Leute aus Mosambik und anderen sozialistisch orientierten
Entwicklungsländern galt offiziell in der DDR als solidarische Hilfe für
die von Krieg oder Bürgerkrieg betroffenen Länder. Die DDR-Bevölkerung
sollte sich selbstverständlich solidarisch zeigen. Allerdings erlebten vor allem
Mosambikaner und Angolaner immer wieder verbale und tätliche rassistische Angriffe. Auch als Reaktion auf diese Feindseligkeiten entstanden in zahlreichen Kirchengemeinden Begegnungszentren „Cabanas“ genannt. Mehr erfahren

Marcia C. Schenck

Arbeits- und Ausbildungmigration von Angola und Mosambik nach Ostdeutschland und zurück

Ziel war es, die zukünftige Avantgarde der Arbeiterklasse Mosambiks und Angolas auszubilden. Theoretisch diente das Programm sowohl dem Aufbau der für die Realisierung der angolanischen und mosambikanischen industriellen Entwicklung
erforderlichen Humanressourcen als auch der Befriedigung des ostdeutschen Bedarfs an Arbeitskräften, Rohstoffen und Produktivitätssteigerungen. Die Auszubildenden sollten in gemeinsamen Projekten im Herkunftsland vom Bergbau über die Landwirtschaft bis hin zur Textilindustrie eingesetzt werden. Wenige der ostdeutschen Wirtschaftsinitiativen in Angola und Mosambik wurden jedoch verwirklicht. Mehr erfahren

Hans Joachim Döring

“Es geht um unsere Existenz”

Die SED-Führung erhoffte sich aus dem Handel mit Entwicklungsländern erhebliche Deviseneinsparungen und den Verkauf von international sonst schwer absetzbaren Waren. Die vorliegende Studie rekonstruiert am Beispiel von Äthiopien und Mosambik einen Kernbereich der DDR-Politik gegenüber der Dritten Welt. Sie weist erstmals nach, dass nicht primär die Unabhängigkeit von Mosambik beziehungsweise die neue revolutionäre Führungsschicht in Äthiopien den Anlass für die umfangreichen Aktivitäten in diesen Ländern boten, sondern die 1977 drohende Zahlungsunfähigkeit der DDR. Mehr erfahren

Hans Joachim Döring

Zu den Dokumenten

Hier findet sich eine kleine Auswahl der schwer zu überschauenden Anzahl von Dokumenten, Abkommen bzw. Verträgen, Ordnungen, Vorlagen und Beschlüssen der SED- und DDR-Spitze mit Bezug zu den Mosambikanerinnen und Mosambikanern zwischen 1979 und 1990 . Die Abkommen bzw. Verträge waren in der DDR nicht zugänglich.
Die acht Dokumente stammen aus drei Abschnitten der insgesamt nur zwölf Jahre währenden Arbeitsmigration aus Mosambik. Mehr erfahren

Projekte und Netzwerke

Reencontro familiar
Ein Netzwerk von Menschen aus Deutschland und Mosambik, die sich ehrenamtlich
dafür engagieren, Familien mit Wurzeln in Deutschland und
Mosambik wieder in Kontakt zu bringen.

Koordinierungs Kreis Mosambik
Der KoordinierungsKreis Mosambik e. V. (KKM) bietet seit 1977 allen Mosambik-
Interessierten ein Forum der Information, Diskussion und Begegnung.

Eigensinn im Bruderland
In der Webdokumentation berichten Migrantinnen und Migranten aus verschiedenen Ländern von ihrem Alltag, ihren Erfahrungen und Kämpfen in der DDR. Hintergrundtexte, Archivmaterial und Behördenberichte beleuchten Interessen und
Konflikte.

Zwischen Traum und Wirklichkeit
Das Experiment Schule der Freundschaft, Video 28 min 2003

Ausländer in der DDR – geholt gekommen und gewollt?
Internetseite mit vielfältigen Texten zum Thema

Initiative 12. August
Am 12. August 1979 starben Raúl Garcia Paret und Delfin Guerra in Merseburg bei einer rassistischen Hetzjagd. Anlässlich ihres 40. Todestags gründete sich 2019 die Initiative 12. August und veranstaltete zum ersten Mal ein öffentliches Gedenken. Ihr Anliegen ist die Auseinandersetzung mit rassistischer Gewalt in der DDR, unter welchen Voraussetzungen sie entstand und welche Folgen sie insbesondere für die Betroffenen bis heute hat.